Rhododendronvielfalt

Bildquelle: aboutpixel.de / Rhododendron anthopogon © Sandmann
Im Garten und in den Gärtnereien gibt es jetzt mehr und mehr zu entdecken. Viele Gehölze und Stauden zeigen kräftige Blütenknospen, die sie bald öffnen werden. Der Frühling naht, in dem vor allem Rhododendren mit ihren auffallenden Blüten ein besonderes Farbenfeuerwerk entfachen. Die Blütezeiten der Rhododendren variieren, sie sind nicht nur von der Witterung abhängig, sondern auch von der Sorte. Manche blühen erst Anfang Juni, andere schon Ende April. Am bekanntesten sind die Großblumigen Rhododendren.
Diese Rhododendren können zwei bis fünf Meter hoch werden und beeindrucken mit ihren prachtvollen Blütenständen. Relativ klein bleiben dagegen Repens-Sorten. Die Sorte ‘Baden-Baden‘ beispielsweise wird etwa 60 Zentimeter hoch und blüht ab Ende April. Sie hat leuchtend rote Blüten, wie sie für diese Rhododendron-Gruppe typisch sind. Zu den Zwergformen gehören die Impeditum-Sorten, mit denen die verschiedensten Blau-Nuancen in den Garten kommen. Die Pflanzen werden nur etwa 40 Zentimeter bis einen Meter hoch und haben hübsche, kleine Blätter.
Der Rhododendron ist ursprünglich in Ostasien beheimatet, aber schon im 19. Jhd. wurde mit seiner Zucht begonnen, sodass es heute mehr als 1000 Arten gibt. der Name der Pflanze setzt sich zusammen aus dem griechischen Rhodon/Rose und dendron/baum. In den Regionen des Himalayas sind die Blätter des Rhododendrons ein traditionelles Räuchermittel und aromatischer Bestandteil vieler Räuchermischungen. Der Räucherung mit Rhododendronblättern werden reinigende und schützende Kräfte zugeschrieben
Moorbeetpflanzen - ein irreführender Begriff
Oft werden Rhododendren und andere Pflanzen, die im Allgemeinen einen humusreichen, kalkarmen Boden benötigen, als „Moorbeetpflanzen" bezeichnet. Dieser Begriff kann in die Irre führen, denn er erweckt den Eindruck, als ob diese Pflanzen sehr viel Nässe vertragen. Rhododendren, Lorbeerrosen (Kalmia) und andere " Moorbeetpflanzen" haben jedoch ein sehr feines Wurzelwerk, das durch stauende Nässe und den damit verbundenen Luftmangel in der Erde geschädigt werden kann. Der Boden muss deshalb überschüssiges Wasser gut ableiten, sollte aber andererseits nicht austrocknen.
Kalktolerante Rhododendren
Rhododendren und Azaleen benötigen für ihre gute Entwicklung im Allgemeinen einen humosen, leicht sauren Boden ohne Staunässe. Durch Zugabe von organischem Material wie Humus oder spezieller Rhododendron-Erde lässt sich der Boden, wenn nötig, verbessern. Mittlerweile sind auch Rhododendron-Sorten erhältlich, die auf kalktolerante Unterlagen veredelt wurden, so dass jetzt viele schöne und beliebte Sorten auch in Gärten wachsen können, die früher für Rhododendron ungeeignet waren. Dennoch ist auch hier eine Bodenverbesserung mit humosen Erden zu empfehlen.
PdM