Kletterhortensie – Die kletternde „Wasserschlürferin”
Cremeweiß sind die Blüten der Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris, heute oft unter dem Namen Hydrangea anomala ssp. petiolaris zu finden). Sie erscheinen im Juni und Juli. Ihre großen, flachen Blütenschirme sind eine Besonderheit, denn sie bestehen aus zweierlei Blüten
In der Mitte befinden sich viele kleine, fruchtbare Einzelblüten. Den Rand bilden unfruchtbare Blüten, die von dekorativen, hellen Blättern umgeben sind. Wie beim Glücksklee stehen sie jeweils zu viert. Diese auffallenden Blütenstände in einem zarten Cremeton verleihen dieser Hortensie einen nostalgischen Charme.
Die Kletterhortensie kann mit Hilfe von Haftwurzeln an Mauern und Bäumen empor wachsen. Sie lässt sich auch zur Begrünung von Pergolen, Zäunen oder Gartenhäuschen verwenden. Normalerweise benötigt sie keine Kletterhilfe, doch an Wänden und Mauern sind Spanndrähte oder ein stabiles Spalier hilfreich, weil die Pflanzen eine Höhe von bis etwa zehn Metern erreichen können und dann relativ schwer werden.
Die Kletterhortensie braucht nur wenig Grundfläche und ist damit auch für kleinste Gärten oder große Gefäße geeignet. Sie wächst auch als Bodendecker im Schatten unter Bäumen.
So bietet die Vielfalt der Pflanzen eine Fülle schöner Gartenimpressionen

Foto:PdM. - Die Kletterhortensie braucht nur wenig Grundfläche und ist deshalb auch für kleinere Gärten geeignet.
Die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris, oft auch Hydrangea anomala ssp. petiolaris genannt), gedeiht am besten auf humosem, leicht saurem Boden, der gleichmäßig feucht, aber gut durchlässig sein sollte. Der Gattungsname „Hydrangea" weist schon darauf hin, dass diese Pflanzen einen großen Wasserbedarf haben, denn der botanische Name geht auf das griechische Wort „hydor" für Wasser zurück.
Der Name „Hydrangea" wird oft mit „Wasserschlürferin" übersetzt. Die Herkunft der deutschen Bezeichnung Hortensie ist nicht eindeutig zu belegen. Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass die Hortensie nach Hortense Barré benannt wurde. Sie war die Freundin des französischen Arztes und Botanikers Philibert Commerson, der im 18. Jahrhundert als Pflanzensammler durch Ostasien reiste. Er brachte zahlreiche Pflanzen nach Europa, darunter auch eine Hortensie. Der Frauenname Hortense leitet sich übrigens vom lateinischen Wort „hortus" für Garten ab.
PdM