Bodendecker am laufenden Meter überzeugen praktisch und optisch
Dichtgrüne gediegene Blattteppiche zu beiden Straßenseiten, durchzogen von blauen Blütensternen: Fährt man vom Süden über die B 27 in die Stadt Kornwestheim, die etwa 20 Kilometer nördlich von Stuttgart liegt, wird man grün und gepflegt empfangen. Mit seiner tadellosen Bepflanzung aus blau blühendem Immergrün und Ahornbäumen wirkt der grüne Stadteingang so, als wäre er immer schon da gewesen.

Mit seiner tadellosen Bepflanzung aus blau blühendem Immergrün und Ahornbäumen wirkt der grüne Stadteingang im Süden von Kornwestheim so, als wäre er immer schon da gewesen. Doch die Fläche wurde erst 2010 bepflanzt: mit dem Bodendecker am laufenden Meter!
Doch erst vor gut einem Jahr, Ende April 2010, wurde diese Grünfläche an der Stuttgarter Straße neu gepflanzt. Kurz zuvor hatten sich dort einige neue Industriebetriebe angesiedelt. Hierfür musste die Kreuzung verbreitert und das Gelände erhöht werden. Jeweils links und rechts zwischen Zaun und Straße entstanden schmale und langgezogene Pflanzstreifen, mit einem Höhenunterschied von gut drei Metern. Landschaftsarchitekt Wolfgang Preuss, der dort die Planung und Bauleitung für die Stadt Kornwestheim übernahm, entschied sich für eine Begrünung mit dem Bodendecker am laufenden Meter.
„Ich komme immer öfter an den Punkt, dass Projekte schnell fertig sein müssen. Auch in diesem Fall sollte die Pflanzung direkt eingewachsen und vor allem dicht sein. Man wollte möglichst gleich einen schönen und grünen Stadteingang.“

Die etwa 1 x 1 Meter großen Bodendeckermatten bestehen aus einem Kokoskissen, in dem sich die Pflanzen, wie hier Vinca major ‘Hirsuta‘, bereits fest verwurzelt haben. Bei der Pflanzung war an den Rändern noch das braune Kokoskissen erkennbar. Doch innerhalb von zwei Wochen entstand eine dichte grüne Fläche.
Bei den Pflanzen fiel die Wahl auf Immergrün (Vinca major ‘Hirsuta‘). Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Fischer aus Kornwestheim bepflanzte die 300 Quadratmeter große Fläche innerhalb eines Tages. Die etwa 1 x 1 Meter großen Bodendeckermatten bestehen aus einem Kokoskissen, in dem sich die Pflanzen bereits fest verwurzelt haben. Mit Erdnägeln wurden sie am Hang fixiert. Jede einzelne Matte war bereits bei der Pflanzung zu mindestens 50 % bedeckt.
„Einige Anwohner waren zunächst noch skeptisch, denn an den Rändern der Matten war ganz am Anfang noch das braune Kokoskissen erkennbar. Doch innerhalb von zwei Wochen war der Hang bereits schön grün und weitere zwei Wochen später hatten die schönen langen Vinca-Triebe alles überwachsen“, berichtet Preuss, der die Bodendeckermatten seit Jahren begeistert und erfolgreich nutzt.
Überzeugt hat den Freien Landschaftsarchitekten aus Weil der Stadt aber nicht nur die grüne Optik. Die Bodendeckermatten sind besonders bei Steilhängen und Böschungen von Vorteil, denn darunter wird der Boden nicht ausgespült. So bilden sie im Handumdrehen Schutz vor Erosion. Selbst Neigungen über 45° lassen sich mit diesem Bodendecker in Kombination mit aufgelegten Bewehrungsmatten einfach begrünen.
Minimaler Pflegeaufwand
Die vorkultivierten Bodendeckermatten werden ohne Substrat angezogen und sind somit sehr leicht und einfach zu verarbeiten. Nach dem Verlegen überziehen sie die Bodenoberfläche wie eine Mulchschicht, sodass die Erde nicht so schnell austrocknet und kaum Unkraut durchkommt – für Preuss ein wichtiges Argument:
„Der geringe Pflegeaufwand der Matten ist einfach unschlagbar! Würde man ganz konventionell, etwa fünf Bodendeckerpflanzen auf einen Quadratmeter pflanzen, müssten wir viel öfter gießen und jäten. Mit den Matten sparen wir jede Menge Pflegegänge, die am Hang umso beschwerlicher und aufwändiger sind.“ Für ihn wiegt das auch den höheren Preis auf: „Klar ist so eine Matte teurer als Einzelpflanzen, aber es lohnt sich – und sie macht was her!“

Die vorkultivierten Bodendeckermatten werden ohne Substrat angezogen und sind somit sehr leicht und einfach zu verarbeiten.
Bis die Pflanzen fest verwurzelt sind, müssen die Bodendeckermatten regelmäßig gegossen werden. Die Unterseite der Matten muss ständig feucht sein, damit die Feinwurzeln nicht austrocknen. Diese erste intensive Pflegezeit an der Baustelle in Kornwestheim übernahm der Landschaftsgärtner Fischer. Gut sechs bis acht Wochen wurde regelmäßig kontrolliert und gewässert. Doch Preuss relativiert: „Die Kokosfasern saugen Wasser auf und bilden so ein günstiges Mikroklima, dadurch entwickeln sich die Pflanzen einfach gut!“ Im Herbst wurde die Fläche an die Stadt übergeben. Mittlerweile ist der Pflegeaufwand minimal und Gießen nicht mehr nötig.
Mehr Informationen zum Bodendecker am laufenden Meter finden Sie im Internet unter: www.bodendecker-am-laufenden-meter.de